Nächster Artikel >
< Vorheriger Artikel
24.06.2014 11:29 Alter: 3 yrs

Das Wesen der Ehe bei Heirat – Trennung – Scheidung

Prof. Dr. Eugen Drewermann


 

Referent:Prof. Dr. Eugen Drewermann
Schlichter:Lara Schmidt-Rüdt und Alexander Wild
Datum:
Di, 24.06.2014
Uhrzeit:19.00 Uhr                  Einlass: 18.00 Uhr
Ort:Schlossmühle, Prof.-Dr.-Willi Dettinger-Saal
Graf-Eberhard-Platz 10/1
72574 Bad Urach
Eintritt:

9,00 € pro Person

Der Vorverkauf läuft!
Buchhandlung am Markt, Lange Str. 2
Schlichtungsstelle Ermstal, Neue Str. 1

Prof. Dr. Drewermann im Gespräch mit den Schlichtern

 


Prof. Dr. Eugen Drewermann

ist Theologe, Psychoanalytiker, Lehrbeauftragter und Schriftsteller. Als kirchenkritischer Publizist kennt man ihn aus den Medien. Im Streit mit der katholischen Kirche verlor Drewermann Lehrbefugnis, Predigtbefugnis und Priesteramt. Dabei ging es um unterschiedliche Auffassungen zur Moraltheologie und Bibelauslegung.

2005 trat Drewermann aus der katholischen Kirche aus.

Wesen der Ehe
Zu Beginn wird Prof. Dr. Eugen Drewermann in einem halbstündigen Vortrag tiefenpsychologisch und theologisch „die Wege und Umwege der Liebe“ beleuchten. Anschließend wollen wir über das Wesen der Ehe, die Heirat, das Ritual oder Sakrament der Ehe und ihre Bedeutung für die Menschen in der Trennung bzw. Scheidung sprechen. Dabei richtet sich diese Veranstaltung an alle Menschen, egal ob mit oder ohne Konfession, ob gläubig oder nicht.
Wenn man heute liest, dass jede dritte Ehe geschieden wird, dann fällt häufig die Bemerkung, dass sich Paare viel zu leichtfertig trennen und nicht mehr bereit sind, auch durch schwierige Zeiten miteinander zu gehen.

Unsere Erfahrungen
Seit 10 Jahren nun begleiten und beraten wir Ehepaare in Ehekrisen, in Trennungen und Scheidungen. Dabei haben wir ganz andere Erfahrungen machen können. Es fällt den betroffenen Menschen meist sehr schwer, sich zu trennen. Einer Trennungsentscheidung geht oft ein jahrelanges inneres und äußeres Ringen um die Ehe und Familie voraus, von Leichtfertigkeit keine Spur.

Gebote, die unterbewusst wirken
Wir beobachten, dass es neben äußeren Gründen, wie der Sorge um die finanzielle Existenz, auch innere Gründe gibt, die hier zum Tragen kommen. Wir stellen fest, dass der Bund der Ehe auch heute bis hinein ins Unterbewusste, ins nicht Greifbare, eine große Rolle spielt. Nicht nur bei gläubigen Katholiken, auch bei Protestanten sowie Menschen, die nicht viel von den kirchlichen Institutionen halten, erleben wir häufig, dass in ihnen eine Art Gebot herrscht, sich nicht scheiden lassen zu dürfen. Woher kommt das? Es scheint, dass dieses Gebot über die Jahrhunderte in unsere Seelen eingeschrieben wurde und den Menschen in der Trennung in große Not bringen kann. Nicht zuletzt über dieses nicht Greifbare wollen wir sprechen und aufzeigen, wie wir damit umgehen können.


Ihre Schlichtungsstellen